Etwas uninspiriert, aber effektiv

  • 7. November 2022

Beitrag auf sueddeutsche.de

Dass die Freiburger gerade die beste Saison ihrer Geschichte spielen, sah man ihrem Spiel gegen den 1. FC Köln nicht an. Dennoch gewinnen sie – und sind den Bayern auf den Fersen.

Freiburg – Mit der Effektivität eines abgeklärten Topteams bleibt der SC Freiburg auch dem neuen Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München dicht auf den Fersen. Die Breisgauer gewannen zum Abschluss des 13. Spieltags trotz einer durchwachsenen Vorstellung 2:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln und liegen nur einen Punkt hinter dem Rekordmeister.

Woo-Yeong Jeong (53.) und Michael Gregoritsch (64.) trafen für die Freiburger, die in ihrer bisher besten Saison ihrer Ge- schichte seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen sind. Mit nun 27 Punkten auf dem Konto hat der Sport-Club, der auch in der Europa League mit seinem erstmaligen Einzug ins Achtelfinale glänzte, so viele Zähler wie nie zuvor zu diesem Zeit- punkt einer Spielzeit auf dem Konto. „Das ist eine wunderbare Momentaufnahme“, kommentierte der Freiburger Sportvorstand Jochen Saier kurz dem Anpfiff bei Dazn die zurzeit komfortable Situation seines Klubs: ,Der Kader ist der Schlüssel zum Erfolg. So eine Dichte, Breite und Spitze hatten wir noch nie.“

Als Freiburg die Schlagzahl erhöhte, fiel prompt das 1:0

Vor 33800 Zuschauern waren die Gastgeber schon in den ersten Minuten der Führung nahe. Kapitän Christian Günter nach 50 Sekunden und Vincenzo Grifo (3.) konnten die Chancen aber nicht nutzen. Auf der anderen Seite schaffte es Florian Kainz nicht, einen Abspielfehler von SC-Torwart Mark Flekken zu bestrafen (6.).

Trotz dieser Unsicherheit gaben die Freiburger, die sich im nächsten Spiel am Mittwoch bei RB Leipzig beweisen müssen, weiter den Ton gegen defensiv eingestellte Kölner an. Allerdings fehlte dem SC zunächst die Präzision im Abschluss.

Nach einer halben Stunde war das Spiel zu einem Langweiler verkommen. Die Gäste, die am Donnerstag aus der Conference League ausgeschieden waren, hatten kaum Mühe mit den uninspirierten Offensivbemühungen der Freiburger. Dass dem FC unter anderem Kapitän Jonas Hector, Timo Hübers, Sebastian Andersson, Flori- an Dietz und Dejan Ljubicic fehlten, fiel in dieser Phase nicht ins Gewicht. Gegen En- de der ersten Hälfte waren sogar die Kölner der Führung nahe.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs er- höhten die Freiburger dann jedoch noch mal die Schlagzahl. Dies wurde prompt durch das erste Saisontor des Südkoreaners Jeong belohnt. In der 60. Minute legte Flekken den Kölnern erneut einen Treffer auf, Linton Maina nahm die Einladung nicht an.

Kurz darauf war Gregoritsch auf der Gegenseite mit dem Kopf zur Stelle. Es war der fünfte Saisontreffer des Österreichers. In den Minuten danach verwalteten die Freiburger die Führung.