Wachsende Personalsorgen: Köln kämpft ums Weiterkommen

  • 27. Oktober 2022

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Im vorletzten Gruppenspiel muss Köln in Slovácko punkten, um sich in der Conference League die Hoffnung auf ein Weiterkommen zu erhalten. Doch die Personalprobleme wachsen.

Wachsende Personalsorgen auf der einen, die Hoffnung auf ein Überwintern im europäischen Wettbewerb auf der anderen Seite. Ungeachtet des anhaltenden Verletzungspechs möchte Bundesligist 1. FC Köln beim 1. FC Slovácko punkten und damit den Grundstein für ein Weiterkommen in der Conference League legen. Obwohl sich Leitwolf Jonas Hector im Abschlusstraining am Fuß verletzte und ausfällt, hofft Steffen Baumgart auf ein Erfolgserlebnis: «Das trübt die Stimmung. Jetzt gilt es, einen klaren Kopf zu kriegen und bereit für das Spiel zu sein», sagte der Coach.

Nach der vierten Niederlage im fünften Pflichtspiel beim 0:5 am vergangenen Freitag in Mainz möchten es die Kölner am Donnerstag (18.45 Uhr) im Duell mit dem tschechischen Club um den Kapitän und ehemaligen Leverkusener Profi Michal Kadlec in Uherské Hradiste besser machen. Allerdings haben sich die Personalprobleme nach den kurzfristigen Ausfällen von Hector und Linksverteidiger-Ersatz Kristian Pedersen noch vergrößert.

«Mit Jonas fällt jemand aus, der für uns ein besonderer Spieler ist», klagte Baumgart, «haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.», Neben Hector und Pedersen stehen auch Dejan Ljubicic, Jeff Chabot, Tim Lamperle, Mathias Olesen und Jan Thielmann nicht zur Verfügung.

Gleichwohl setzt Baumgart alles daran, mit seiner Mannschaft weiter im europäischen Wettbewerb zu bleiben. Nach dem 4:2-Erfolg im ersten Duell mit Slovácko in Köln und dem 1:1 in Nizza wären die Kölner mit zwei Siegen in den verbleibenden Gruppenspielen in Slovácko und am nächsten Donnerstag zu Hause gegen Nizza sicher in der nächsten Runde.

Die Tschechen werden es den Kölnern keineswegs leicht machen. «Ich bin mir sicher, dass Köln Respekt hat», sagte Kadlec im Interview mit der «Kölnischen Rundschau». «Ich erwarte ein offenes Spiel. Aktuell sieht es danach aus, dass Belgrad als Erster direkt weiterkommt und dass sich ein Dreikampf zwischen Nizza, Köln und uns um Playoff-Platz zwei entwickelt.»

Vor dem 5. Spieltag hat der FC als Tabellendritter (vier Punkte) einen Zähler Rückstand auf Nizza und vier auf Belgrad auf den ersten beiden Rängen. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für das Achtelfinale. Die acht Zweiten ziehen in eine vorgelagerte K.o.-Runde gegen die acht Europa-League-Absteiger ein.

In Tschechien müssen die Kölner erneut auf die Unterstützung ihrer eigenen Anhänger verzichten. Der Club war nach Ausschreitungen in der Partie bei OGC Nizza zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verurteilt worden. Überdies wurde ein Fan-Ausschluss für zwei Auswärtspartien verhängt.