Union dominiert eindrucksvoll

  • 11. September 2022

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Die Köpenicker gewinnen in Köln 1:0 und festigen ihren Status als Spitzenteam souverän. Beim müden Gegner sieht Kilian Gelb-Rot.

Schon vor dem Anpfiff des Spiels des 1. FC Köln gegen Union Berlin, das mit einer 0:1-Niederlage endete, deutete sich an, dass dies kein guter Tag für die Rheinländer werden würde. Die Ultragruppe Wilde Horde hatte ein Transparent ins Stadion geschmuggelt, auf dem sie ihre Solidarität mit den verbotenen „Supras Auteuil“ aus Paris bekundete, die nach allem, was bekannt ist, an den brutalen Ausschreitungen im Vorfeld der Europa- League-Partie in Nizza beteiligt waren. Und als die Partie dann lief, wurden die Kölner erst mal fußballerisch zerlegt. Union entwickelte eine atemraubende Dominanz, nach drei Minuten stand es 0:1 durch ein Eigentor von Timo Hübers, nach zehn Minuten gab es einen Handelfmeter für die Berliner, den Sheraldo Becker verschoss. Und nach einer Viertelstunde hatten die Kölner Glück, dass ein Tor von Becker aufgrund einer Abseitsstellung vom VAR zurückgenommen werden musste. Nur langsam erholten die Kölner sich, in der zweiten Hälfte war das Geschehen relativ ausgeglichen, wobei beiden Teams die Müdigkeit am Ende einer anstrengenden Europapokalwoche anzumerken war. Kölns Linton Maina hatte kurz nach der Pause eine Chance, traf aber die Hand des Berliner Torhüters Lennart Grill. Als Luca Kilian mit Gelb-Rot vom Platz flog (80.), war der Kölner Widerstand gebrochen, während die Berliner ihren Status als Spitzenteam ziemlich souverän festigen konnten.