Frankfurter Flow

  • 15. Februar 2021

Beitrag aus der Süddeutschen Zeitung

Eintracht bleibt nach 2:0 über Köln auf Champions-League-Kurs

Frankfurt – Eintracht Frankfurt hält mit einer historisch guten Saison weiterhin Kurs auf die Champions League. Die Hessen besiegten am Sonntag den 1. FC Köln nach erneut starker Vorstellung hochverdient 2:0 (0:0)und eroberten einen Champions- League-Platz zurück. 39 Punkte nach 21 Spieltagen sind für die Eintracht zum aktuellen Zeitpunkt ein Klubrekord, auch vier Siege in den ersten vier Rückrundenspielen gab es zuvor noch nie.

Toptorjäger Andre Silva (57.) und Evan Ndicka (79.) sorgten gegen Köln für den achten Sieg in den vergangenen neun Spielen, so dass die Mannschaft von Trainer Adi Hütter weiterhin auch das beste Bundesliga- Team im jungen Kalenderjahr 2021 ist. Erstmals seit der Saison 1990/91 blieben die Frankfurter zudem in den ersten zehn Heimspielen einer Bundesligasaison unbesiegt. Die Saison der Kölner verläuft dagegen weiter in Wellenbewegungen. Das Hoch mit zehn Punkten aus den vergangenen fünf Partien fand am Sonntag ein Ende, nach den Erfolgen in Dortmund (2:1) und zuletzt beim Rheinderby in Mönchengladbach (2:1) war diesmal die nächste Überraschung bei einem Spitzenteam für den FC außer Reichweite.

Die Kölner retten sich immerhin ohne Gegentor in die Halbzeit

Kölns Trainer Markus Gisdol hatte die Eintracht vor dem Spiel als „körperlich stabilste Mannschaft der Liga“ gelobt. Sein eigenes Team könne von dieser Auswärtsfahrt nur dann etwas mitnehmen, wenn sie einen „100-Prozent-Tag“ erwische, lautete seine realistische Einschätzung. Erschwert wurde diese Aufgabe zusätzlich durch die Ausfälle von Kapitän Jonas Hector (muskuläre Probleme) und Abwehrchef Sebastiaan Bornauw (Rückenprobleme).

Dennoch konnten die Domstädter den Schwung aus dem Sieg in Gladbach zunächst mitnehmen, sie boten der Mannschaft der Stunde zunächst Paroli. Der„Effzeh“ war griffig in den Zweikämpfen und stand erst mal defensiv stabil.

Erst nach 20 Minuten wurden die personell gegenüber dem jüngsten 3:1 in Hoffenheim unveränderten Frankfurter dominanter und erhöhten auf einem holprigen Rasen das Tempo im Angriffsspiel deutlich. Doch Kölns Torhüter Timo Horn verhinderte gegen Daichi Kamada gleich zweimal (23., 30.) mit starken Paraden einen Rückstand, Silva (27., 45.) und Evan Ndicka (31.) zielten per Kopf jeweils zu ungenau.

So retteten sich die Gäste mit etwas Glück ohne Gegentor in die Halbzeit, offensiv brachten sie allerdings bis auf einen harmlosen Fernschuss von Elvis Rexhbecaj (32.) gar nichts zustande. Daran änderte sich auch nach der Pause wenig, es blieb zunächst ein Spiel auf ein Tor – auf jenes der Kölner. Eintracht-Stürmer Silva verwertete schließlich seine zweite Chance der zweiten Halbzeit per Lupfer zur längst überfälligen Führung. Die Kölner versuchten anschließend, mehr mitzuspielen, die Distanzschüsse des früheren Frankfurters Marius Wolf (64.) und von Angreifer Emmanuel Dennis (67.) waren aber zu ungenau. In der Schlussphase sollte Joker Luka Jovic der nun nachlassenden Eintracht-Offensive neues Leben einhauchen, die SGE sorgte mit dem zweiten Tor durch Ndicka für die Entscheidung.