Kölns Skhiri sorgt für Last-Minute-Sieg

  • 31. August 2019

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Der 1. FC Köln sammelt seine ersten Punkte in der Bundesliga ein in dieser Saison. Beim SC Freiburg sieht es lange nach einem gerechten Remis aus, dann trifft doch noch ein Neuzugang nach einem Sololauf.

Der 1. FC Köln ist in der Bundesliga angekommen. Der Aufsteiger holte dank eines späten Treffers mit einem 2:1 (0:1) am dritten Spieltag beim SC Freiburg seine ersten Punkte. Auch der neue FC-Trainer Achim Beierlorzer durfte sich zum ersten Mal über etwas Zählbares freuen. Die Freiburger stehen trotz der Pleite mit sechs Punkten auf dem Konto gut da.

Anthony Modeste (52. Minute) und Ellyes Skhiri (90.+2) trafen für die Kölner, die zuvor sechs Partien in Folge im Breisgau verloren hatten. Es war der erste FC-Sieg im Breisgau seit mehr als 23 Jahren. Daran änderte auch das Eigentor des Kölners Rafael Czichos (40.) nichts.

Wie der Rest der 24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwaldstadion nahm auch Bundestrainer Joachim Löw den Freiburger Neu-Nationalspieler Luca Waldschmidt genau unter die Lupe. Schon in der 4. Minute erhielt der 23-Jährige nach einem gewonnenen Zweikampf zum ersten Mal Szenenapplaus. Drei Minuten später sorgte der Offensivspieler erstmals für Gefahr im Kölner Strafraum. Die Gastgeber, die ohne Marco Terrazzino, Jerome Gondorf und Lukas Kübler auskommen mussten, bestimmten auch im Anschluss das Geschehen – obwohl die Temperaturen weit jenseits der 30 Grad Celsius den Freiburgern wie den Kölnern sichtlich zu schaffen machten.

Nach einer Viertelstunde waren auch die Gäste, bei denen Jhon Cordoba, Marco Höger und Christian Clemens fehlten, gut in der Partie. Bis zur 30. Minute wurde das Spiel von verschiedenen Phasen geprägt. Mal kontrollierten die Freiburger für ein paar Minuten die Begegnung, mal die Kölner. Insgesamt litt das Niveau unter der Hitze.

Hitzige Diskussionen gab es in der 37. Minute nach der vermeintlichen Führung der Kölner durch Kingsley Schindler. Der Treffer wurde nach Videobeweis zurückgenommen, da Vorlagengeber Dominick Drexler den Freiburger Robin Koch gefoult hatte. Kurz darauf wurde es ganz bitter für die Rheinländer. Der Klärungsversuch von Innenverteidiger Czichos nach einer Flanke von Christian Günter landete im eigenen Tor.

Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gäste ihre erste Chance zum Ausgleich. Der französische Torjäger Modeste traf per Kopf. Das Tor gab den Kölnern Auftrieb, die Elf Beierlorzers gab sich mit dem Remis nicht zufrieden und spielte auf Sieg. Das öffnete den Freiburgern Räume für Konter. Der Ausgang des Spiels war in dieser Phase völlig offen. SC-Angreifer Nils Petersen vergab die große Möglichkeit zur Führung (73.). Simon Terodde (90.) verpasste für die Kölner, ehe Zugang Skhiri doch noch der Siegtreffer gelang. Der tunesische Nationalspieler hatte zuvor Nicolas Höfler im Mittelfeld den Ball abgenommen und einen Sololauf gestartet, bei dem ihn keiner mehr störte.