Köln rückt nicht an Mainz heran

  • 7. April 2018

Beitrag auf faz.net von Roland Zorn

Im Keller-Duell der Karnevalsvereine kommen die Mainzer zu einem 1:1 in Köln. Damit halten sie den Sechs-Punkte-Vorsprung in der Fußball-Bundesliga auf den Vorletzten.

Nur der Sieg zählte für den 1. FC Köln. Eine Woche nach dem 0:6-Desaster bei der TSG 1899 Hoffenheim hätte der Tabellenvorletzte der Fußball-Bundesliga ein Fanal setzen können. Doch der Herzenswunsch, aus sechs Punkten Rückstand nur noch drei auf den 1. FSV Mainz 05 zu machen, erfüllte sich am Samstag nicht.

Die Mainzer Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz glich den 0:1-Rückstand durch das erste Saisontor des Kölner Kapitäns Jonas Hector (7. Minute) durch einen Kopfballtreffer von Pablo de Blasis, mit 1,66 Meter Körperlänge der kleinste Mainzer, aus (50.), und wahrte damit den Sicherheitsabstand zum ersten Abstiegsplatz.

Auch die Gelb-Rote Karte für den Mainzer Donati (90.+2) änderte nichts mehr am Remis. Für die Kölner ein schwerer Rückschlag in ihrem Bemühen, der Konkurrenz auf den Leib zu rücken. Gegen den anderen Karnevalsverein hatten die Kölner noch nie daheim verloren. Aber wie viel wiegt schon die furchteinflößende Wirklichkeit gegen die Meriten der Vergangenheit vor einem solchen Jetzt-oder-Nie-Spiel?

Die Rheinhessen, in den fünf Spielen davor sieglos, bauten auf den leichten Aufwärtstrend, der zuletzt beim 0:0 gegen Mönchengladbach sichtbar wurde. Mit erkennbar breiter Brust trat aber niemand auf. Die Kölner führten zur Halbzeit 1:0 nach dem einzig sehenswerten Angriff, den Kapitän Hector per Kopf und unbedrängt veredelte, doch nach dem frühen Treffer kam nicht mehr viel. Spielerisch besser war Mainz. 

Zupackender wurden die Mainzer aber erst nach dem Wechsel. De Blasis erkannte nach Donatis Vorlage gedankenschnell seine Chance zum Ausgleich und nutzte sie mit einem entschlossenen Kopfball. Der kurz zuvor eingewechselte Quaison hätte das Mainzer Glück vollkommen machen können, doch sein Schuss prallte vom Pfosten ab (72.) so wie Latzas Versuch von der Latte (86.). Der Tabellensechzehnte war schließlich näher am Sieg in dem leidenschaftlich umkämpften Duell. Zum für sie dennoch guten Schluss waren die Rheinhessen aber auch mit dem 1:1 zufrieden.