Frankfurt nähert sich einer Europareise

  • 10. Februar 2018

Beitrag auf faz.net von Peter Hess

Nach einem kurzen Rückschlag setzt die Eintracht ihren Vormarsch in der Bundesliga fort. Der Kölner Auftritt dagegen ist zweitklassig. Nach dem Ausgleich bricht der FC ein und kassiert drei Tore in kurzer Zeit.

Die Frankfurter Eintracht setzt nach kurzem Rückschlag (0:3 gegen Augsburg vor einer Woche) ihren Vormarsch in der Bundesliga fort. Durch ein 4:2 über den 1. FC Köln am Samstag nähert sich die Mannschaft von Trainer Niko Kovac weiter einer Europareise in der nächsten Saison. Die zarten Hoffnungen der Kölner, doch noch ein kleines Fußballwunder schaffen zu können, erhielten einen schweren Dämpfer. Der Auftritt in Frankfurt war zweitklassig. Als Terodde in der 59. Minute mit einem Foulelfmeter Frankfurts 1:0 durch Rebic (15.) ausgeglichen hatte, brach der FC ein.

Innerhalb von acht Minuten erhöhten Russ, Falette und Wolf auf 4:1 für die Eintracht, ehe Terodde (74.) nochmals für die Rheinländer traf. In der ersten Halbzeit schien es so, als wären nur verkleidete Kölner im Frankfurter Stadion. Auf den Rängen die Fans in Karnevalsklamotten als Clowns oder Piraten kostümiert, auf dem Rasen elf Läufer als Bundesligaspieler.

Selten dokumentierte eine Mannschaft so nachhaltig, warum sie auf dem letzten Tabellenplatz angekommen ist wie die Kölner in den ersten 45 Minuten ihrer Karnevalssitzung in Frankfurt. 35 Minuten lang ordnete sich der FC in gepflegter Lethargie den Frankfurtern unter. Als die Eintracht einen Gang zurückschaltete, verstand es die Mannschaft von Trainer Ruthenbeck nicht, Kapital daraus zu schlagen. Kontergelegenheiten wurden schon im Ansatz ausgeschlagen, Schüsse entweder umständlich oder zögerlich ihrer Erfolgschance beraubt.

Bis sich in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit doch noch Sörensen nach einem Abpraller ein Herz fasste und den Ball auf das Eintracht-Tor schoss. Torwart Hradecky war nach 45 tatenlosen Minuten überraschenderweise nicht eingefroren und wehrte den Ball mit einer Blitzreaktion ab. So ging die Eintracht mit Rebics 1:0 aus der 15. Minute in die zweiten Halbzeit, was sie dazu verleitete, es weiter zu ruhig angehen zu lassen.